Recent Linkage 10

What might look like a slow week on Signifying Media has in fact been exciting and filled with work in real life; after taking up my new job in Freiburg in December, I have now finally moved from the bed-no-breakfast-place I was staying and am beginning to turn a flat into a place to live. Whatever it will eventually turn into, I realize it cannot compare to anthills (via Kraftfuttermischwerk), and yet we call it home. So right now, I have nothing to offer but a belated collection of other sources. But I’ll be back with more soon, I think.

Global events seen through digital media:
Two quick headlines from academia:
  • Joseph Weiler has won his case against Israeli Karina Calvo-Goller, in which he had to stand trial in Paris for editing an American academic journal that published a negative review from a German of her English book published in Holland. And yes, the court did point out that this was ludicrous in its own right, so that’s another victory wrapped into the more general one for academic freedom.
  • I liked Anthony Grafton’s quick view on culturomics, the statistical corpus analysis of culture, at the American Historical Association’s site.
Und weiteres zur textuellen Kontrolle in Deutschland:
  • Wer Signifying Media liest, braucht vermutlich nicht Signifying Media, um auf die steigende Aufmerksamkeit für die Post-Privacy-Debatte aufmerksam gemacht zu werden. Wenn doch, kann man zum Beispiel gut hier mit dem Lesen anfangen, oder auch hier. Grundsätzlich gilt es m.E. auch hier, Exteriorität und Ubiquität zu unterscheiden, vgl. oben: power vs. data. Dazu hoffentlich bald mehr hier.
  • Anhand von Bulletstorm bespricht Claus Jahnel auf Telepolis das abermals aktuelle Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und Jugendschutz; wieder einmal geht es um den Fall eines Medienangebots, das sich ausschließlich an Erwachsene richtet, und das dennoch die Prüfstelle fürchtet. Unbedingt lesenswert. Am Rande zeigt sich auch hier wieder, daß wir uns mit der Verteidigung der Freiheit der Kunst unter anderem deshalb manchmal nicht leicht tun, weil der emphatische bürgerliche Kunstbegriff nicht mehr recht paßt. Daß etwa Computerspiele allein schon deshalb Kunst seien, weil dieselben Personen, die in anderen Formaten unbestritten Kunst produzieren, auch hier zu Gange sind, ist für Jahnel zwar nur ein Nebenargument, aber diese Insistenz auf der Rolle des kreativen Künstler-Subjekts ist wohl nur die Spitze eines ganzen Eisbergs an schwer vermittelbaren Konzepten darüber, was ‘Kunst’ sei. Wo Gerichte und die Bundesprüfstelle auf den Plan treten, muß dieser vage Begriff freilich regelmäßig entschieden werden. Aber wie, wenn uns die Kriterien dafür fehlen?
  • Und schließlich: Die Diözese Regensburg hat in ihrem Rechtsstreit gegen Regensburg Digital zunächst recht bekommen. Ich spende für die Fortsetzung dieses Streits und empfehle das auch anderen, warum, habe ich früher schon gesagt. Thomas Stadler weist in diesem Zusammenhang außerdem zurecht auf eine Doppelmoral in der Diözese hin, die das Kraut aber eigentlich auch nicht mehr fett macht.

 

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