While I’ve been writing about virtuality, I’ve been reading lots of stuff concerning textual control, with this week’s recent linkage devoted entirely to shades of censorship and regulation. Here we go:
More arguments about the purported media of revolution:
- Patrick Meier gives some invaluable advice for the use of social networks, especially Facebook, when faced with repressive regimes. The best advice still seems to be to leave Facebook well enough alone and choose other platforms, with Meier suggesting Crabgrass.
- Index on Censorship and the Small Media Initiative are organizing a Small Media Symposium for 2011, asking: “Amidst the hype over ‘Twitter revolutions’, have we forgotten the crucial role played by small media?”
- Renesys observe Algeria’s internet from the outside, as they previously did for Egypt, and find no similar outwards sign of an internet takedown.
- Jay Rosen criticizes the generic “twitter can’t topple dictators” article for failing to cite sources of alleged cyber-utopianism; he doubts that many people have actually claimed that the world is so simple, or ever thought that twitter would suffice to overturn a totalitarian regime.
- Tom Slee discusses with great precision what I consider a valid counter-argument: That the reports focus on newest media for a number of reasons, and that that focus misrepresents the relevance of social media — a case of ‘looking under the lamp-post’.
- Rainey Reitman at the EFF discusses hopes that with the rise of more wikileaks-like sites and resources, whistleblowing may become more resistant to censorship.
- While Hillary Clinton’s speech on internet freedom was nothing to wirte home about, marred and subverted by the US stance against wikileaks, Chinese censors still seem to take discussion of her claims seriously enough to take action, with a highly differentiated set of tools geared towards controlling social media, as Loretta Chao reports for WSJ.
- Meanwhile back home, Joe McNamee from EDRI summarizes the recent victory of reason in the EU Civil Liberties Committee’s turn against unregulated internet blocking
- …and yet the EU seems to be about to agree to a compromise on Hungary’s new media regulation authorities.
Und zur Regulierung von Texten in Deutschland:
- Luis Pistor rekapituliert bei den Web-Evangelisten noch einmal den Rechtsstreit zwischen Stefan Aigner und der Diözese Regensburg, der am 25. Februar in Hamburg vorläufig entschieden werden soll und der übrigens — es ist ja ein Blog, warum nicht persönlich werden — zwar keineswegs der Grund, aber ein wesentlicher Anlaß für meinen Austritt aus der Kirche war: Denn hier war unübersehbar, daß ich mit meiner Kirchensteuer nicht nur Menschen mit anderen metaphysischen Überzeugungen, sondern moralisch zutiefst verwerfliche Handlungen unterstütze. Gemeint sind nicht der in Frage stehende Kindsmißbrauch und seine fragliche Vertuschung, die alle einzelnen Individuen angelastet werden könnten, sondern die unbestrittenen Versuche, die öffentliche Diskussion darüber zu behindern, die offensichtlich von der ganzen Institution getragen werden.
- Eine gescheiterte Regulierung von Texten scheint bei der Dissertation des Verteidigungsministers vorzuliegen, die offenbar mehrfach plagiiert. Guttenberg meint, es könne sich nur um versehentlich ausgelassene Zitatzeichen und Quellennachweise handeln. Anatol Stefanowitsch ist hoch anzurechnen, daß er präzise benennt, warum die vorgeschlagene Verteidigung so unglaubwürdig ist: Weil nämlich bei den angeblich nur versehentlich nicht markierten Zitaten eben nicht nur Anführungszeichen und Fußnoten, sondern auch jede Markierung im Co-Text, damit auch jede Auseinandersetzung mit dem zitierten Material fehlen. Gerade das ist — vor aller formaler Korrektheit — der eigentliche Unterschied zwischen einem üblichen und erwünschten wissenschaftlichen Dialog und einer bloßen Aneignung. Daß Guttenbergs Verteidigung diesen Unterschied ignoriert, ist bei weitem besorgniserregender als ein ausgelassenes Gänsefüßchen.
- Und Stefanowitschs unterstützenswerte Petition an den Bundestag, die sich gegen die Überantwortung der deutschen Sprache ans Gesetz richtet, kann weiterhin hier gezeichnet werden. Wer noch nicht überzeugt ist, findet hier weitere Gründe, zu unterzeichnen.
- Der Enquete-Kommission Internet am Deutschen Bundestag, die u.a. über viele Fragen der textuellen Kontrolle in digitalen Medien berät, liegt am Montag ein neuer Antrag vor, der nun doch noch eine intensive Beteiligung der Netzöffentlichkeit als “18. Sachverständigen” ermöglichen soll, wie es ursprünglich geplant war. Das soll durch kostenlose und kurzfristige Adhocracy-Instanz ermöglicht werden: Näheres zu dem Antrag z.B. auf netzpolitik.org.


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