Aufschluss

“Geht das so?”

“Ja, danke, ich nehme das andere unter den Arm… so. Das geht.”

“Gut. Und wegen der Bestellung -”

“Ja, wegen der Bestellung, in einem Monat?”

“In einem Monat.”

“Gut, danke. Ach, das ist ja direkt nach Weihnachten, haben Sie da geöffnet?”

“Wir haben immer bis 17 Uhr geöffnet.”

“Ah, auch zwischen den Feiertagen?”

“Nicht am Samstag, nicht im Urlaub.”

“Fahren Sie in Urlaub?”

“Ach, manchmal schon. Manchmal bleiben wir auch zuhause.”

“Ah schön, ja.”

“Ja, manchmal nach Thüringen.”

“Sehr schön.”

“Ja.”

“Haben Sie zwischen den Jahren auch geöffnet?”

“Achso, meinen Sie?”

“Wie?”

“Jetzt vielleicht seit 14 Jahren. Aber vorher war ein anderer drin.”

“Achso, ich meinte –”

“Da ist noch ein Bild an der Wand, sehen Sie? So sah das früher aus hier.”

“Ah, das ist ja interessant. Genau wie heute, schau an. Soso. Sagen Sie, haben Sie am 28. Dezember auf?”

“Ja, wissen Sie, die Nachfrage.”

“Ja…?”

“Ja.”

“Achso, die Nachfrage reicht wohl nicht? Da machen Sie den Laden zu, wie?”

“Ah, haha, das kann man vorher nie wissen, wie die Nachfrage ist. In manchen Jahren — so.”

“Ach, dann sind Sie doch –”

“Und dann wieder: Ganz anders.”

“Dann sind Sie da, und sehen wie verschieden die Nachfrage ist, jedes Jahr?”

“Man wird nicht schlau daraus, wissen Sie.”

“Ja, das verstehe ich.”

“Ja. Also wenn, dann nach Thürigen.”

“Also auf jeden Fall Urlaub?”

“Nicht immer. Aber wir haben da eine Hütte.”

“Dieses Jahr auch?”

“Im Wald.”

“Werden Sie denn dieses Jahr, also die Nachfrage, wenn die Nachfrage kommt, oder nicht kommt, sind Sie dann da, um sie zu sehen?”

“Was denn?”

“Ich meine, da ist die Tür, und die Nachfrage kommt da von draußen, wenn sie kommt, aber das weiß man nicht, an die Tür, und dann macht sie die Tür auf, wenn sie offen ist, nicht wahr, stehen Sie dann dahinter und verkaufen was? Nein, warten Sie, das wird so auch nicht einfacher.”

“Nein, das ist eine ganz kleine Hütte, im Wald.”

“Erstaunlich.”

“Für uns reicht es.”

“Ich stelle mir das sehr schön vor.”

“Ja, wissen Sie, mein Mann.”

“Achja?”

“Ja, der.”

“Er mag den Wald wohl sehr?”

“Ach… eigentlich nicht besonders.”

“Soso.”

“Ja.”

“Ich muss gleich weg, aber ich wollte Sie noch fragen: Haben Sie dieses Jahr am 28. Dezember geöffnet?”

“Da ist dann auch Ihre Bestellung da.”

“Genau! Dann komme ich her und hole sie ab, ja?”

“Ja, kommen Sie einfach her. Bis dahin sind die Sachen da.”

“Ja, fein, dann komme ich also am 28. Dezember her und hole die Bestellung ab, in Ordnung?”

“Ja. Einen schönen Tag noch!”

“Ja, Ihnen auch, vielen Dank. Auf Wiedersehen!”

“Auf Wiedersehen!”

Die Türe geht auf und zu.

“Aber denken Sie dran, wir sperren erst nach Dreikönig wieder auf!”

 

On the CJEU Ruling on the “Right to be Forgotten”

The Court of Justice of the European Union has ruled that a person’s right to have some of their past forgotten extends to the removal of some results from search engines, while the purportedly “forgotten” information may continue to be publically available at its source. In an ongoing effort to deal with a legal situation that probably cannot sensibly be dealt with until it is changed, Google has created an Advisory Board, following its chief legal officer’s, David Drummond’s,  discussion of the ruling.

The website for the Advisory Board invites comments; here are mine: »»»»

Zzzzzz…

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Neue Beobachtungen zur medialen Kontrolle: Einiges an Theorie sowie Analysen zum Kulturkontakt

Die Beiträge der Dezemberausgabe 2012 von Mediale Kontrolle unter Beobachtung setzen die Publikation der Tagung Neueste Medien unter Kontrolle? aus dem vorigen Jahr fort. Schwerpunkte der drei neuen Texte sind einerseits weiterführende Überlegungen zu wissenschaftlichen Begriffen und Beschreibungsmodellen medialer Kontrolle; sowie andererseits der Blick auf Kontrollmechanismen im Kontext interkultureller Kommunikation und interkultureller Vergleiche. »»»»

Secondness and Individuality in a Sociological Calculus of Form

Fair warning: This post probably isn’t going to be a lot of fun unless you’re interested in George Spencer Brown’s Laws of Form, and then in adding to rather than taming its degree of abstraction by comparing it to Peirce. Ok? Ok.

Last week, Dirk Baecker traced an inspiration from a metaphor in George Spencer Brown’s explanations at AUM: Following Schönwälder et al. (2004:27) and then going beyond their description of the trope, he takes the — at first metaphorical — analogy of arithmetic and algebra as mirroring individual knowledge and sociological research seriously. While the arithmetician knows each number personally, and the arithmetic of form knows the two values of marked and unmarked by heart, variables allow the algebraist to focus on the “generality of numbers”, as GSB puts it: “He is more interested in the sociology of numbers that applies, whatever individual numbers come there.”

Note, and this is where my interest begins, that GSB calls the algebraist an algebraist, but does not name the arithmetician as I just did; instead, he refers to a number theorist as the algebraist’s opposite number, drawing on another analogy that sets up the arithmetic of form as the complement to the theory of numbers. »»»»

“Mediale Kontrolle unter Beobachtung”: Open Access-Plattform online

Die ersten sechs Beiträge zur Tagung Neueste Medien unter Kontrolle? sind heute endlich online gegangen. Dirk Baecker, Michael Seemann, Francois Bry, Felix Schrape, Kaspar Maase und Fernand Hörner betrachten die Intervention, Steuerung und Überwachung in und durch neueste Medien aus soziologischen, diskursanalytischen, informationstechnischen, kulturwissenschaftlichen und ästhetischen Perspektiven. Sukzessive sollen am selben Ort auch die anderen Tagungsbeiträge sowie weitere Beiträge zum Thema der medialen Kontrolle erscheinen. »»»»

Stephan Packard DID NOT invite you to join Google+

…so for some reason, some of my friends and colleagues have received ‘invitations’ from ‘me’ to join Google+. The mails don’t look like spam, but rather as if they do come from the Google+ system. But I didn’t send out any invitations on purpose, and at least one of the recipients shouldn’t even be known to my Google+ account at all, unless Google is using my android address book to get at contacts. However, many other friends did *not* receive these mails.

So: If you have received such an ‘invitation’, I’d like to:

(1) apologize for spamming you, albeit inadvertently;

(2) if you’d be so kind, ask you to drop me a line if you did get such a mail, which might help me to figure out what is going on.

Incidentally, yes I am aware of the irony of this happening to someone studying the control of communication in newest media. Oh dear.

 

 

Wie die Telekom Emails verschickt II

Die vor zehn Tagen angekündigte Nachricht ist jetzt angekommen. Und zwar…

 

…per Post.

 

Ja.

Wie die Telekom Emails verschickt

Am Servicetelephon:

Die Email ist unterwegs, ich kann sie Ihnen auch vorlesen, aber es dauert 1-2 Werktage, bis die elektronische Nachricht von unserem internen Server auf den externen Server umgespeichert wird, so daß sie auch nach außen versandt werden kann.

In welcher Branche war die Firma gleich wieder tätig?

Google’s Double-Plus Real Names

So after spending a couple of weeks talking about why Google+ is so great, we are now in the second week of speaking about Google’s strange policy regarding user names for this new social network. And it really is very strange, perhaps even more so than it is controversial, oppressive, or socially obliging. For whatever you might have heard and whatever Google’s original intention might have been, the way the service and its rules work right now does not boil down to requiring real names. That would have made for a pertinent but simple story; it is a story well worth telling and debating, but it’s not this story. »»»»